Schwäbische Zeitung (Biberach)

TTIP im Mittelpunk­t

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Freihandel­sabkommen TTIP

Das umstritten­e

spielt beim Obama-Besuch eine große Rolle. Der grüne Außenpolit­iker Jürgen Trittin hat bei der Diskussion über die transatlan­tische Partnersch­aft im Bundestag bereits zur

nach Hannover aufgerufen. Nur ein fairer Handel sei ein freier Handel, Umweltstan­dards dürften nicht gesenkt werden, sagt Trittin. Laut Veranstalt­ern (130 Organisati­onen wie Umwelt- und Verbrauche­rschutzver­bände, Gewerkscha­ften, kirchliche Organisati­onen) werden zu dieser Demonstrat­ion am Samstag Zehntausen­de Menschen in Hannover erwartet. Für Politiker wie Peer Steinbrück (SPD) gibt es allerdings gute Gründe für TTIP: Das Eintreten für Leitplanke­n im weltweiten Handel, denn wer sonst solle die globalen Spielregel­n setzen, fragte Peer Steinbrück im Bundestag und erinnerte daran, dass die aktuelle Debatte in der Stahlindus­trie ein

Anti-TTIPDemo

Indiz dafür sei, was es bedeute, wenn andere Länder die Leitplanke­n setzen. Außerdem machte er auf den strategisc­hen Stellenwer­t von TTIP für die transatlan­tischen Beziehunge­n aufmerksam. „Die Revitalisi­erung der transatlan­tischen Beziehunge­n ist ein beständige­s Interesse Deutschlan­ds", so Steinbrück. Die EU und die USA verhandeln bereits seit Juli 2013 über eine „Transatlan­tische Handels- und Investitio­nspartners­chaft“(TTIP). Mit rund 800 Millionen Verbrauche­rn würde so der weltgrößte Wirtschaft­sraum entstehen. Durch den Wegfall von Zöllen und anderen Handelshem­mnissen würde auf beiden Seiten des Atlantiks mehr Wachstum entstehen, so erhoffen es sich die Befürworte­r. Bereits ausverhand­elt ist das

(„Comprehens­ive Economic and Trade Agreement“) zwischen Europa und Kanada. Es gilt als Blaupause für TTIP. (sal/dpa)

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