„Verantwortungist schon riesig“
⧁ Die „Krone“sprach mit Österreichs Olympia-Chefarzt Bernhard Unterkofler über das umstrittene chinesische Corona-Test-System ⧁ Bob-Anschieber Markus Sammer meldete sich aus der Quarantäne
Streng, aber nach genauerem Hinsehen nachvollziehbar. So beurteilt Österreichs Olympia-Chefarzt Bernhard Unterkofler nach den ersten Tagen in China die CoronaTest-Strategie in der „Olympia-Blase“. „Leute, die bei uns in Österreich nicht mehr als infektiös angesehen werden, werden das in China sehr wohl noch. Auch die höchste Wahrscheinlichkeit, dass man nicht mehr ansteckend ist, ist ihnen zu wenig“, weiß Unterkofler. „Sie wollen ausschließen, dass falsch Negative unterwegs sein könnten.“Dadurch gibt es Härtefälle, aber Unterkofler sagt: „Die Verantwortung, die IOC und Chinas Behörden tragen, ist schon riesig. Ansonsten könnte das Olympia-Projekt in kurzer Zeit gefährdet sein.“
„Bitte warten“für Kramer
Betroffen sind vor allem frisch Genesene. Wie BobAnschieber Markus Sammer, der im chinesischen Quarantäne-Hotel sitzt, gestern immerhin einen der zwei geforderten negativen Tests abgab. „Ich habe im Sommer viel im mentalen Bereich gearbeitet, das kommt mir jetzt zugute“, sagt der Tiroler. „Ich werde bei den Bobbewerben dabei sein, das ist in Stein gemeißelt!“Unser SkisprungSuperstar Sara Marita Kramer (sie ist noch in Österreich) hat bis gestern noch keinen negativen PCR-Test „geschafft“– heute nächster Versuch.