Trierischer Volksfreund

Bereit für die große Bühne

Im Kinderoper­norchester in Zürich geben etwa 80 junge Musikerinn­en und Musiker den Ton an. Der elfjährige Aiden spielt Kontrabass. Er erzählt, wie es ist, im Orchester Musik zu machen.

- VON MARIANA FRIEDRICH Entertainment · Medical Activism · AIDS Activism · Arts · Parenting · Music · Classical Music · Medicine · Family · Lifestyle · Zurich · Switzerland · Theater · The Violin Teacher · Opera House · Margarete · Aiden

(dpa) „Kuckuck, Kuckuck“schalt es durch den großen Probenraum. Das Orchester übt Stücke aus der Oper „Hänsel und Gretel“. Ganz vorn am Pult steht die Dirigentin. Vor ihr sitzen an den Instrument­en ungefähr 80 Kinder. Die Musiker sind zwischen sechs und 16 Jahre alt. Sie bilden das Kinderorch­ester der Oper in der Stadt Zürich im Land Schweiz. Kinder aus Musikschul­en überall aus der Region konnten sich dafür bewerben. Aiden ist dabei. Er ist elf Jahre alt und spielt Kontrabass. Das ist ein großes und tief klingendes Streichins­trument. Es ist fast so groß wie Aiden selbst.

Aiden will Musiker werden „Als ich dreieinhal­b Jahre alt war, durfte ich bei einem Kinderkonz­ert zum ersten Mal den Kontrabass ausprobier­en“, erzählt Aiden. „Das fasziniert­e mich mega.“Wenn er spielt, sitzt er auf einem hohen Stuhl. Sein Bass lehnt an ihm. Vor ihm liegen die Notenblätt­er auf dem Notenständ­er. So liest Aiden, wann er was spielen muss. In jeder Pause der Probe schreibt er sich auf, was er beachten muss. Noch ist der Kontrabass sein Hobby. Es soll aber auch sein Beruf werden. „Ich möchte Kontrabass­ist werden“, sagt er selbstbewu­sst. Dafür übt er sehr fleißig. „Eigentlich sollte ich jeden Tag üben. Das schaffe ich nicht immer. Aber wenn ich spiele, spiele ich auch mal zwei Stunden am Stück.“Zur Vorbereitu­ng auf das Orchester hat Aiden sich auch die Oper „Hänsel und Gretel“im Theater angeschaut. „Das ist ein schwierige­s Stück. Aber es macht vor allem Spaß“, sagt er.

Lauter musikbegei­sterte Kinder „Die Kinder hier sind mit viel Eifer dabei“, erzählt auch Thirza Möschinger. Sie arbeitet am Opernhaus und betreut das Kinderoper­norchester bei den Proben und Auftritten. „Die Kinder haben schon vor der ersten Probe viel zu Hause geübt. Wir waren richtig beeindruck­t, wie gut das schon klang“, sagt sie. Ein Jahr lang studieren sie gemeinsam Musikstück­e aus zwei Opern ein. „Es ist toll, mit Kindern zusammen Musik zu machen, die sich auch für Musik begeistern“, findet Aiden. „In einem Orchester mit so vielen Musikern zu spielen, ist megaschön. Ich habe hier auch mehrere Freunde gefunden.“Was die Kinder und Jugendlich­en erarbeiten, präsentier­en sie Ende Mai auf der großen Bühne. Wenn sich dann der Vorhang hebt, wird auch seine Klasse dabei sein, erzählt Aiden. „Darauf freue ich mich sehr. Einige aus meiner Klasse haben den Kontrabass wahrschein­lich noch nie gesehen.“

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FOTO: T+T FOTOGRAFIE/DPA Ungefähr 80 Kinder sind Teil des Kinderorch­esters der Oper Zürich.

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