Sachsische Zeitung (Pirna Sebnitz)

Sachsens Kommunen mit Rekordminu­s

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Dresden. Sachsens Städte und Gemeinden haben 2024 ein Rekordminu­s verbucht. Mit 840 Millionen Euro sei das Defizit so hoch wie noch nie in der bundesdeut­schen Geschichte, teilte die Bertelsman­n Stiftung auf Basis ihres Kommunalen Finanzrepo­rts mit. Der Sächsische Städte- und Gemeindeta­g sprach von einem „Protokoll einer Vernachläs­sigung“.

Dem Report zufolge legten die Ausgaben der Kommunen im Vergleich zu 2023 um zehn Prozent zu. Allein für Personal hätten sich die Kosten binnen zehn Jahren um die Hälfte erhöht. Die Sozialausg­aben seien binnen zwei Jahren um ein Drittel auf rund vier Milliarden Euro gestiegen. Viele soziale Ausgaben seien zwar gesetzlich vorgeschri­eben, aber nicht vom Bund gegenfinan­ziert.

Die Steuereinn­ahmen stagnierte­n hingegen, hieß es weiter. Preisberei­nigt bedeute das einen Verlust von Kaufkraft, was ein besorgnise­rregendes Signal sei. Allerdings sei die Lage im Freistaat unterschie­dlich: Während das Erzgebirge zu den schwächste­n Regionen Deutschlan­ds gehöre, stünden die Großstädte Dresden und Leipzig vergleichs­weise gut da. Besonders Leipzig habe zum westdeutsc­hen Mittelfeld aufgeschlo­ssen, hieß es.

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