HSV vorerst ohne seinen Star Vieira
Rote Karte ist bitter für den Aufsteiger
Den verdienten Punktgewinn bei Union Berlin hat der Hamburger SV teuer bezahlt. Der neue Abwehrspieler Warmed Omari verletzte sich am Knöchel und Spielmacher Fabio Vieira sah beim 0:0 An der Alten Försterei eine viel diskutierte Rote Karte.
Der Portugiese ist nach nur drei Bundesliga-Einsätzen schon so wichtig für den HSV, dass Trainer Merlin Polzin eine Ansage an die DFB-Justiz machte. Das Wort Sportgericht nahm der HSV-Coach nicht in den Mund. Und doch wurde klar, dass die Hamburger jetzt Milde erwarten. Mehr als die unausweichliche Mindeststrafe von einem Spiel Sperre nach dem Platzverweis für ihren Topstar wäre für die Hanseaten nicht zu akzeptieren. „Ich gehe fest davon aus, dass natürlich die Dynamik der Szene noch mal bewertet wird, dass man sieht, wie Fabio zurückzieht, dass er den Gegner nicht am Kopf trifft“, sagte Polzin nach dem späten Aufreger tief in der langen Nachspielzeit.
„Wichtig ist für mich, dass im Nachgang noch mal klargestellt wird, wie das Duell wirklich aussah. Da habe ich vollstes Vertrauen in alle handelnden Personen“, betonte der Hamburger Chefcoach seine Erwartung an die DFB-Richter. Das Drama um den vom FC Arsenal ausgeliehenen Portugiesen beschränkte sich keineswegs auf die diskutable Hinausstellung durch Referee Deniz Aytekin. Vieira verletzte sich bei der Aktion gegen Unions Abwehrchef Leopold Querfeld selbst am Knie. Lange musste er noch auf dem Rasen behandelt werden. Erste Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass keine schwere Verletzung vorliegt. (dpa; Foto: Sören Stache, dpa)