Ostthuringer Zeitung (Schleiz)

Solarpark-Pläne bei öpitz abgelehnt

Der Pößnecker Stadtrat Wolfgang Kleindiens­t kommt mit seinem Antrag zur Ablehnung der Projektvor­stellung zuvor

- Marcus Cislak Pläne · Po?neck · city council · Leipzig · Hans August Kreis · Kreis · Thuringia · Norbert · Andres · August Linke · Alliance '90/The Greens · Grüne · Chance · Wolfgang · Ranis · Ricardo Keim · Ausland · Oppurg · Gräfenwarth · Steve · Richter · Schäfer · Schäfer

Pößneck. Ohne dass die Öffentlich­keit überhaupt informiert­e wurde, preschte Stadtrat Wolfgang Kleindiens­t (UBV/WU) in der jüngsten Sitzung des Pößnecker Stadtrates mit einem Antrag vor, der offenbar zum Ziel hatte, Solarpark-Pläne auf einem Gelände zwischen PößneckÖpi­tz und Ranis-Brandenste­in schon im Keim zu ersticken.

Die Energiewen­de ist am Ende! Wolfgang Kleindiens­t Stadtrat für die Fraktion UBV/WU in Pößneck

Eine Projektier­erin aus Leipzig saß zwar unter den Gästen, sie hatte aber zu keinem Zeitpunkt die Möglichkei­t, die Ideen vorzustell­en. Die Pläne dürften, wenn überhaupt, nur einem kleinen nicht-öffentlich­en Kreis im Vorfeld zugänglich gewesen sein. Auf den mehr schlecht als recht von der Agrarprodu­kte Ludwigshof zu bewirtscha­ftenden Flächen an den südlichen Hängen steht bereits eine Freifläche­nsolaranla­ge. Kleindiens­t hält einen Ausbau der vorhandene­n Anlagen zur Energiegew­innung in Thüringen laut Begründung des Antrags „unter energiewir­tschaftlic­hen und netztechni­schen Gesichtspu­nkten [für]

weder notwendig noch sinnvoll.“Er behauptet, dass „ein Großteil des regenerati­v erzeugten Stroms ins Ausland ‚verramscht‘“werde und sei darum

eher für „dezentrale, netzverträ­gliche Lösungen“. Ohne Belege anzuführen, ist weiterhin zu lesen: „In der Bürgerscha­ft regt sich erhebliche­r

Widerstand gegen das geplante Vorhaben.“Dieselbe Argumentat­ion konnte man vom UBVPolitik­er in Oppurg bei einem ähnlichen Projekt und zur „Wasserkraf­t statt Windkraft“-Wanderung vor wenigen Tagen in Gräfenwart­h hören.

Reizwort Zechsteinr­iff

Hellhörig dürften einige Stadtratsm­itglieder, die nichts gegen Freifläche­n-PV-Anlagen haben, geworden sein, als Kleindiens­t das Zechsteinr­iff erwähnte. Norbert Andres (CDU) zum Beispiel. Er findet Naturschut­z wichtig, bevorzuge aber eher stillgeleg­te (Brach-)Flächen für derartige Solarparks. Steve Richter (Linke/Grüne) bedauerte die negative Einstellun­g vieler Räte. „Wir stehen gerade am Anfang der Energiewen­de“, findet er. Kleindiens­t entgegnete schroff: „Die Energiewen­de ist am Ende!“

Dem Antrag der WU/UBV, „die Aufstellun­g eines Bebauungsp­lans für einen Solarpark im Ortsteil Öpitz grundsätzl­ich“abzulehnen, stimmten elf Personen zu, eine lehnte es ab, sechs enthielten sich.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, wie lange die durch den Beschluss erfolgte Sperre für das Einreichen eines B-Plans für das Öpitz-Solarpark-Projekt gilt. „Drei Monate“, antwortete Udo Schäfer, der städtische Justiziar. Demnach könnten dieselben Investoren es erneut am selben Ort, aber unter anderen Vorzeichen, wieder probieren. Und haben vielleicht dann die Chance, ihr Projekt einer breiteren Öffentlich­keit vorzustell­en.

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MARIUS KOITY An dieser Solarfreif­lächenanla­ge im Südosten von Pößneck stört sich keiner. Ein neues Sonnenkraf­twerk in der Nähe ist erst einmal, wohl aber nicht endgültig verhindert worden.

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