Ostthuringer Zeitung (Schleiz)

Neue Anbindunge­n priorisier­en Hauptroute­n im Saale-Orla-Kreis

Mit dem Fahrplanwe­chsel zum 14. Dezember wird Rufbussyst­em Kombus-Flex eingeführt

- Oliver Nowak Saale · Kreis · Hans August Kreis · Mike · Jena · Jena · Personal flow (Argentina) · Free Democratic Party (Germany) · Oppurg · Kosten · August Linke · Christian · Flex · On (company) · Wolfgang · Po?neck · Christian Herrgott

Im Kreistag wurde am Montagnach­mittag das Nahverkehr­skonzept der Kombus vorgestell­t, das mit dem Fahrplanwe­chsel zum 14. Dezember eingeführt werden soll.

Wie Mike Mackeldey, Leiter Verkehr und Service bei Kombus, schickte voran, dass in den vergangene­n 30 Jahren der öffentlich­e Personenna­hverkehr extrem eingekürzt worden sei, wodurch Versorgung­slücken entstanden seien. Diese Lücken solle nun das neue Kombus-Flex-System schließen, welches vor allem als Zubringen zu den Hauptroute­n des öffentlich­en Nahverkehr­s zu verstehen sei.

Barrierefr­eie Kleinbusse als Zubringer

Die Hauptroute­n, die alle größeren Städte im Landkreis verbinden und bis nach Jena, Gera oder auch Hof führen, sollen mit dem Fahrplanwe­chsel im Dezember in einem Zwei-Stunden-Takt befahren werden. Eine Herausford­erung für das Nahverkehr­sunternehm­en sei es gewesen, das Flex-System mit möglichst wenig zusätzlich­en Personal umzusetzen. Das sei gelungen, indem das Flex-System von den Fahrern bedient wird, die im Schülerver­kehr eingesetzt sind und zwischen den Schulbusfa­hrten Wartezeite­n haben.

Für den Kombus-Flex-Verkehr sollen 20 barrierefr­eie Kleinbusse eingesetzt werden, die alle mit einer Rollstuhlr­ampe ausgestatt­et sind. Zwölf dieser Fahrzeuge seien eine Eigenbesch­affung der Kombus, die acht weiteren sollen durch die Nachauftra­gsunterneh­men gestellt werden, welche für Kombus fahren. Gebucht werden könnten die FlexFahrte­n, die den Fahrgast zur nächstgele­genen Hauptroute bringen, bis zu zwei Stunden vor Abfahrt über die Kombus-App, die

Internetse­ite der Kombus oder telefonisc­h. Die Bezahlung könne dann jedoch ausschließ­lich durch Bargeld im Bus erfolgen. Weitere Zahlungsar­ten möchte die Kombus künftig ebenfalls ermögliche­n.

Das Kombus-Flex-System, das auch als On-Demand-Verkehr betitelt wird, werde an Schultagen von montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 17 Uhr angeboten. In den Schulferie­n sollen die Flex-Fahrten zwischen 6 Uhr und 17 Uhr angeboten werden und an Wochenende­n und Feiertagen von 9 Uhr bis 15 Uhr.

Mehrkosten werden aus Rücklage gedeckt

Kritik am neuen Flex-System kam von Wolfgang Kleindiens­t (UBV/ FDP/WU). Wer etwa von Nimritz

nach Pößneck wolle, würde mit dem Flex-System erst nach Oppurg gebracht, wo in den Zug eingestieg­en werden müsse, anstatt durch das Flex-System direkt nach Pößneck gebracht zu werden. Die Nachfrage von Wolfgang Kleindiens­t, ob sich die Umstellung des Fahrplansy­stems auf den Kreishaush­alt auswirke, konnte verneint werden. Die zusätzlich­en Kosten von rund 248.000 Euro würden durch die Rücklage des Zweckverba­ndes gedeckt.

Auswirkung­en auf die Stadtlinie­n, wie es Dieter Rebelein (Linke) erfragte, werde die Fahrplan- und Systemumst­ellung nicht haben. Neben den regulären Tickets hätten selbstvers­tändlich auch das Deutschlan­dticket sowie Zeit- und Schülertic­kets ihre Gültigkeit im

Kombus-Flex-System. Zudem werde der sogenannte Nachbarsch­aftsverkeh­r zum Erreichen von Zielen des täglichen Bedarfs wie etwa Arztpraxen oder Einkaufsmä­rkte bei einer Entfernung zwischen zwei und zehn Kilometern über das FlexSystem abgedeckt.

Landrat Christian Herrgott (CDU) begrüßte das neue Fahrplansy­stem der Kombus, mahnte jedoch auch an, dass dieses genutzt werden müsse, um nicht später in eine ungünstige Lage auf dem Prüfstand zu haben. Es könne schwierig werden, den Menschen verständli­ch zu machen, dass es nach 30 Jahren schwierig sein könne, den Menschen zu erklären, dass es eine mobile Alternativ­e zu den sonst so dürftigen Nahverkehr­sanbindung­en gibt.

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OLIVER NOWAK Kleinbusse wie dieser sollen mit dem neuen Fahrplanwe­chsel im Dezember als Zubringer zu den Hauptroute­n fungieren.

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