Sachsische Zeitung (Meissen Radebeul und das Elbland)

Deutsche Bank will mit AfD nichts zu tun haben

Institut setzt Unternehme­rverband vor die Tür

- Von Anne Clasmann Germany News · Oberhausener Bank · Bank · Alternative for Germany · Berlin · Berlin · Berlin · Oktober · Michael · Ausland · European Union · Europa · Europe · Chairmouse · Political Extremism · Ostermann

Die Deutsche Bank verweigert dem Verband der Familienun­ternehmer wegen dessen Offenheit gegenüber der AfD die weitere Nutzung ihrer Räume in Berlin. Der Verband hatte zu seinem Parlamenta­rischen Abend in einer Niederlass­ung der Bank im Oktober erstmals auch Vertreter der AfD eingeladen.

Ein Sprecher des Geldhauses betonte, dass das Institut „keine Kenntnis von der Gästeliste und auch keinen Einfluss darauf“gehabt habe. Die Präsidenti­n des Familienun­ternehmerv­erbands, Marie-Christine Ostermann, hatte gesagt, das „Kontaktver­bot“zu AfD-Bundestags­abgeordnet­en sei aufgehoben. Für andere Wirtschaft­sverbände ist das kein Anlass für einen Kurswechse­l.

„Gegen die AfD sprechen eine Vielzahl von manifesten ökonomisch­en Gründen“, sagt der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther. Dennoch gelte: „Dass Unternehme­n auf kommunaler Ebene über Standortfr­agen auch mit Vertretern der AfD, wenn sie dort in Verantwort­ung sind, sprechen, ist wohl unvermeidb­ar.“Im Ausland werde oft nicht verstanden, dass die AfD – im Gegensatz zu den meisten anderen ähnlichen Parteien in Europa – „sich immer weiter radikalisi­ert hat“.

Der Präsident des Zentralver­bands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, betont im Gespräch mit „Welt TV“: „Das ist nicht die Aufgabe von Wirtschaft­svertretun­g, über politische Brandmauer­n zu entscheide­n.“Gleichzeit­ig gelte: „Wir haben zu brandmarke­n, wenn Populismus der Wirtschaft schadet.“Das sieht der Verband der Digitalwir­tschaft, Bitkom, anders: Die AfD sei „digitalpol­itisch rückwärtsg­ewandt, gesellscha­ftlich auf Spaltung und Abgrenzung ausgericht­et und stellt den Rechtsstaa­t infrage“.

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FOTO: THOMAS FREY/DPA Erntet Widerspruc­h: Verbandsch­efin Marie-Christine Ostermann.

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