Sachsische Zeitung (Freital Dippoldiswalde & Osterzgebirge)
Merz: „Wir sind nicht mehr im Frieden“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich besorgt zur wachsenden Gefahr durch Drohnenüberflüge und den anhaltenden russischen Angriffskrieg in der Ukraine geäußert. Auf die Frage, wie hoch er die Kriegsgefahr für Deutschland einschätzt, sagte er: „Ich will’s mal mit einem Satz sagen, der vielleicht auf den ersten Blick ein bisschen schockierend ist, aber ich mein ihn genau, wie ich ihn sage: Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.“Die regelbasierte Weltordnung werde durch pure Machtpolitik abgelöst. Das gehe einher mit dem Einsatz militärischer Mittel. „Wir sind in einer völlig anderen Welt“, so Merz.
Die Drohnen-Überflüge, die in Dänemark und Schleswig-Holstein stattgefunden hätten, seien eine besorgniserregende Entwicklung. Bis jetzt handele es sich um unbewaffnete Drohnen, die aber mit Spähtechnik ausgestattet seien und bis zu acht Meter Spannweite hätten. Merz: „Wir wissen noch nicht genau, wo sie herkommen. Die Vermutung liegt aber nahe, dass sie von Russland kommen.“(dpa)