Sachsische Zeitung (Pirna Sebnitz)
Dresden plant massive Einsparungen in der Kultur
Dresden. Bekannte Kultureinrichtungen in Dresden müssen ab nächstem Jahr mit erheblich weniger Geld auskommen. Nach Informationen der SZ betrifft das unter anderem das Hygiene-Museum, die Staatsoperette und das Festspielhaus Hellerau. In einer Klausur der Dresdner Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wurden massive Einsparungen in mehreren Bereichen ab 2025 vereinbart, die der Stadtrat in etwa zwei Monaten beschließen muss.
Das Europäische Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau muss ab 2025 mit 600.000 Euro weniger rechnen. Da es voraussichtlich auch zu Kürzungen von Mitteln aus dem Bund kommen wird, könnte dies darauf hinauslaufen, dass Hellerau 1,2 Millionen Euro weniger Förderung erhält und so nur noch über vier statt bisher zehn Monate im Jahr ein Programm anbieten kann. „Das Haus könnte damit sein Profil verlieren“, sagte Hellerau-Intendantin Carena Schlewitt.
Eine ebenso bedrohliche Situation befürchtet die Direktorin des Hygiene-Museums, Iris Eidenheiser. Ihr Haus wird von der Stadt Dresden wohl 665.000 Euro weniger bekommen. Da es immer genauso viel Förderung vom Freistaat Sachsen erhält, liefe es auf Kürzungen von 1,33 Millionen Euro hinaus – „Das ist eine existenzbedrohliche Situation“, so Eidenheiser.
Auch die Staatsoperette Dresden rechnet nach eigenen Aussagen mit Kürzungen in sechsstelliger Höhe und geht von Einschränkungen im Spielplan aus.
Gar nicht mehr gefördert werden sollen laut der aktuellen Pläne Kultur- und Nachbarschaftszentren. (SZ/jle)