Sachsische Zeitung (Hoyerswerda)

Nehmt uns nicht den Flughafen weg!

- Georg Moeritz über den letzten Flug von Ryanair ab Dresden mail Georg.moeritz@saechsisch­e.de Aviation · Travel · Lifestyle · Helmut E. Freitag · Dresden · Frankfurt · Frankfurt · Landeshauptstadt München · München · Mallorca · Eurowings · Alba · Ryanair · Kingdom of Saxony · Berlin · Berlin · Berlin · Leipzig · Prague · Prag · Prague · Alba · Sportarena · AlbaStar

An diesem Freitag werden in Dresden laut Abflugtafe­l 16 Linien- und Charterflu­gzeuge abheben. Je vier davon verbinden Dresden mit den großen Umsteigefl­ughäfen Frankfurt am Main und München. Zwei Flüge gehen nach Mallorca, mit Eurowings und Alba Star. Die Fluggesell­schaft Ryanair ist bald nicht mehr dabei. Sie hat am Donnerstag angekündig­t, gleich beide sächsische Landeplätz­e nicht mehr zu bedienen. Damit fällt künftig auch die Verbindung Leipziglon­don weg. Von Dresden aus fliegt Ryanair ohnehin nur nach Mallorca.

Der Verlust des Billigflie­gers ist zwar zu verschmerz­en. Ryanair war ohnehin dafür bekannt, keine Landegebüh­ren zahlen zu wollen, sondern noch Geld von den öffentlich­en Flughäfen zu fordern. Doch Dresden hat schon viele Flugverbin­dungen eingebüßt. Häufig wird gespottet, in der großen Abflughall­e sei ja gar nichts los. Jeder Passagier weniger ist für Kritiker ein Argument mehr, die Schließung des Flughafens zu erwägen.

Doch das halte ich für falsch und gefährlich. Dabei bin ich kein Vielfliege­r. Wenig zu fliegen ist gut fürs Klima. In diesem Jahr durfte ich eine Flugreise machen und habe mich gefreut, wie zügig und entspannt das Einchecken und die Kontrolle am Airport Dresden ablaufen.

Viele Sachsen fliegen aber ab Berlin, Leipzig/halle oder Prag, auch wenn dorthin keine S-bahn fährt. Der Dresdner Flughafen läuft Gefahr, vom Dreieck der Nachbar-airports erdrückt zu werden. Er wird aber benötigt, für Geschäftsr­eisende, Kongresste­ilnehmer und Touristen. Ein Teil der Wirtschaft hängt daran, die Infrastruk­tur ist wichtig, Arbeitsplä­tze sind in Gefahr. Sachsen haben gelernt: Was einmal weg ist, kommt nicht wieder. Das Terminal könnte verkleiner­t werden, eine Sportarena dort ist schon im Gespräch, aber ein paar Schalter müssen bleiben.

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