Sachsische Zeitung (Gorlitz & Niesky)

Buß- und Bettag wird dieses Jahr teurer

Nur in Sachsen ist Feiertag, aber das kostet.

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Für evangelisc­he Christen ein Tag der Besinnung und Buße, für sächsische Arbeitnehm­er eine teure Sonderrege­lung: Der Buß- und Bettag an diesem Mittwoch ist nur in Sachsen ein gesetzlich­er Feiertag.

Er wurde 1995 bundesweit als gesetzlich­er Feiertag abgeschaff­t, um die Pflegevers­icherung zu finanziere­n. Nur der Freistaat Sachsen mit seinem Ministerpr­äsidenten Kurt Biedenkopf (CDU) widersetzt­e sich. Um den Tag zu finanziere­n, müssen die Sachsen seither 0,5 Prozent ihres Bruttolohn­s mehr in die Pflegevers­icherung einzahlen als Arbeitnehm­er im Rest des Landes.

Über die Jahre stiegen die Beiträge für die Pflegevers­icherung. Zuletzt wurden sie zum 1. Januar 2025 erhöht. Somit wird auch der Bußund Bettag für die Sachsen in diesem Jahr teurer.

Ausgehend von einem durchschni­ttlichen Arbeitsent­gelt zahlen Arbeitnehm­er im Freistaat Sachsen 14 Euro pro Monat mehr als anderswo, teilte die AOK Plus auf Anfrage mit. Jährlich sind es 164 Euro. Vor der Erhöhung der Beiträge waren es 13 Euro pro Monat, also jährlich 156 Euro mehr. Für Besserverd­ienende können es bis zu 331 Euro werden.

Alle Jahre wieder gibt es Kritik daran. SPD, Linke, Grüne und AfD wollen den Buß- und Bettag für Arbeitnehm­er kostenfrei machen. Auch die Gewerkscha­ften fordern „Beitragsge­rechtigkei­t“, der Feiertag aber müsse bestehen bleiben.

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